Hebräer 10,26 erklärt – Die Heilung für deine Sünde!
Was tust du, nachdem du gesündigt hast? Deine Antwort auf diese Frage verrät viel über deinen Glauben.
Wenn du beispielsweise Tiere opferst, wenn du sündigst, könntest du ein Jude des ersten Jahrhunderts sein. Wenn du regelmäßig in einen Beichtstuhl gehst, könntest du ein Katholik der heutigen Zeit sein.ust du, nachdem du gesündigt hast? Deine Antwort auf diese Frage verrät viel über deinen GlaWenn du beispielsweise Tiere opferst, wenn du sündigst, könntest du ein Jude des ersten Jahrhunderts sein. Wenn du regelmäßig in einen Beichtstuhl gehst, könntest du ein Katholik der heutigen Zeit sein.
Und wenn du deine Sünden eine nach der anderen bekennst, könntest du so ziemlich jede Art von Christ sein. Oder Muslim, Buddhist oder Sikh.
Jede Religion bietet Lösungen für den Umgang mit Sünde. „Wenn du sündigst, musst du (Aktivität einfügen), um die Dinge mit Gott/Allah/dem Universum in Ordnung zu bringen.“
Aber es gibt etwas, das dir niemand sagt: Keine dieser Lösungen funktioniert. Alle von der Religion angebotenen Heilmittel scheitern letztendlich. Woher ich das weiß?
Die Sünde ist noch immer da.
Denk mal darüber nach: Wenn wir die Sünde heilen könnten, hätten wir es längst getan. Aber wir können es nicht, denn es gibt nur ein Heilmittel gegen die Sünde, und das ist Jesus, der am Kreuz gestorben ist.
Hoffentlich ist dir das bekannt.
Christ, wenn du sündigst, kannst du nichts tun, um die Sache mit Gott wieder in Ordnung zu bringen.
Natürlich muss etwas geschehen, aber Jesus hat es bereits getan, und nichts, was du tust, kann das, was er getan hat, auch nur im Ansatz verbessern.
Gott behandelt dich nicht aufgrund deines Ungehorsams, sondern aufgrund von Jesus’ Gehorsam. Das mag unlogisch erscheinen, aber genau deshalb nennt man es Gnade. Dank Jesus rechnet Gott dir deine Sünden nicht an. Das ist die gute Nachricht.
Aber was hältst du von diesem Vers?
Manche benutzen diese Aussage als Druckmittel, um die Leute auf Spur zu halten. „Sündige absichtlich, und Gott wird dich verdammen. Sündige, und du wirst aus Gottes Reich fallen und dein Heil verlieren.“
Damit sagen sie, dass das Kreuz kein Heilmittel gegen die Sünde ist. Es wäre besser für dich, du greifst wieder auf menschliche Lösungen wie Beichte und Buße zurück. Und wenn du beim Sündigen erwischt wirst, solltest du es so aussehen lassen, als ob es eine versehentliche Sünde war. Anscheinend sind die in Ordnung.
Nein, das sagt dieser Vers nicht.
Hebräer 10,26 spricht nicht von Christen, die sündigen, ob absichtlich oder nicht, sondern von denen, die Jesus nicht als die endgültige Lösung für die Sünde anerkennen wollen. Schauen wir uns das genauer an.
Wer ist mit »wir« gemeint? Der Verfasser des Hebräerbriefes meint nicht »wir Christen«, sondern »wir Juden« oder »wir Hebräer«. (Der Schlüssel liegt im Titel.) Es war das Volk Israel, das die Erkenntnis der Wahrheit empfing und sie verwarf. Gottes Sohn kam und verkündete das Evangelium von Gottes Reich, aber sie nahmen ihn nicht an (Johannes 5,43).
Obwohl im Hebräerbrief verschiedene Arten von Sünde erwähnt werden, bezieht sich vorsätzliche Sünde in diesem Kontext auf die Ablehnung von Jesus. Es ist die Sünde des Unglaubens.
Ein vorsätzlicher Sünder zu sein, bedeutet, ein böses und ungläubiges Herz zu haben (Hebräer 3,12). Es bedeutet, den von Gott gesandten Retter abzulehnen und sich auf die eigene Erlösung zu verlassen.
Es bedeutet, zu versuchen, durch Mose statt durch Jesus mit Gott in Beziehung zu treten.
Die Juden hatten ein ausgeklügeltes System zur Sündenvergebung. Wer unter dem alten Bund sündigte, verließ sich auf das Blut von Stieren und Böcken, um seine Sünde zu sühnen. Dieses System tilgte die Sünde nicht wirklich (Hebräer 10,4), sondern hielt dich am Leben, bis die endgültige Lösung für die Sünde offenbart wurde: Gottes Lamm, das die Sünde der ganzen Welt trug.
Als Jesus erschien, um die Sünde ein für alle Mal zu beseitigen (Hebräer 10,12), verlor das alte System mit den Stieren und Böcken seine Gültigkeit. Dennoch weigerten sich einige Juden, Jesus’ Opfer anzuerkennen. Sie kehrten in den Tempel zurück, als sei nichts geschehen. Sie zogen den Altar dem Kreuz vor.
Sobald du die frohe Botschaft von Jesus’ Tod am Kreuz gehört hast, gibt es keinen Grund mehr, sich auf die eigenen Methoden zur Sündenbewältigung zu verlassen. Du musst weder Tiere opfern noch einen Priester aufsuchen oder deine Sünden einzeln beichten, um rein zu werden. Du musst nur erkennen, dass Jesus’ Opfer das ein für alle Mal vollbrachte Opfer für die Sünde ist (Hebräer 9,26).
Was also tun, wenn man sündigt? Eine gläubige Antwort wäre:
„Danke, Herr, dass du mich nicht entsprechend meiner Sünden richtest. Danke, dass du am Kreuz alle meine Sünden getragen hast, auch die, die ich gerade begangen habe, weil du mich liebst. Danke für deine Gnade, die mir hilft, frei von Sünde zu leben.“
Betrachte dich dann als tot für die Sünde und lebendig für Gott in Jesus, dem Messias.
Nun zum letzten Teil.
Wenn du versuchst, deine Sünden selbst in Ordnung zu bringen, etwa durch Opfer, Buße oder Beichte, sagst du im Grunde, dass das Kreuz nicht genügt oder Jesu Opfer nicht ausreicht. Das ist Dummheit. Das ist Gotteslästerung. Wenn dich Jesus’ Blut nicht von aller Sünde reinigen kann, dann kann nichts dir helfen.
Die Bevorzugung des Altars gegenüber dem Kreuz hält sich hartnäckig, wann immer wir glauben, Opfer darbringen oder etwas machen zu müssen, um Gottes Vergebung zu erlangen. Diese Denkweise entstammt direkt einer von Menschen gemachten Religion und ist zum Scheitern verurteilt.
Das Evangelium von Jesus zeigt einen viel besseren Weg, mit deinen Sünden umzugehen. Schau auf das Kreuz an; dort sind deine Sünden.
Danke, Jesus.
