Woran erkennt man, ob man auf Fels oder auf Sand baut? (Matthäus 7,26)

Quelle: https://escapetoreality.org/2026/06/18/how-do-you-know-if-youre-building-on-the-rock-and-not-the-sand-matthew-726/
Was meint Jesus, wenn er sagt, wir müssten „nach meinen Worten handeln“?

Jesus sagte: „Es genügt nicht, meine Worte zu hören, ihr müsst auch danach handeln“ (siehe Matth. 7,24).

Okay, aber welche Taten hatte Jesus im Sinn? Nach welchen Worten sollst du handeln? Du brauchst eine echt gute Antwort auf diese Frage, sonst ergeht es dir wie dem Dummkopf, der auf Sand baute und sein Haus verlor.

Jesus’ Aufforderung, nach seinen Worten zu handeln, stammt aus dem bekannten Gleichnis von den klugen und törichten Bauleuten, das er am Ende der Bergpredigt erzählte. Manche lesen dieses Gleichnis als Aufruf, sich das Heil zu verdienen:

Um gerettet zu werden, musst du alles befolgen, was Jesus in der Bergpredigt sagt. Du musst die andere Wange hinhalten, deine Feinde lieben, niemals zornig werden, dich besonders engagieren, denen vergeben, die gegen dich gesündigt haben, dir keine Sorgen machen, nicht urteilen und nicht sündigen. Wenn du all dies nicht tust, bist du dem Verderben geweiht.

Das ist Gesetz pur. Es ist keine »Gute Nachricht«. Es ist eine schlechte Nachricht, denn wenn du versuchst, alles zu befolgen, was Jesus in der Bergpredigt gesagt hat, wirst du scheitern, dein Gewissen wird dich verurteilen, und du wirst nicht gerettet werden

Andere vertreten einen anderen Ansatz. Sie sagen: „Wir müssen alles tun, was Jesus in der Bergpredigt sagt, um reife Gläubige zu werden.“ Doch niemand wurde jemals durch Gesetzeserfüllung oder gute Werke gerettet oder geheiligt (Römer 3,20). Nur so zu tun, als lebe man nach dem Gesetz, macht einen nicht zu einem reifen Gläubigen. Es macht einen nur unglücklich.

Jeder, der diese meine Worte hört und danach handelt, ist einem klugen Mann gleich, der sein Haus auf Fels gebaut hat.
Matthäus 7,24; Zürcher Bibel, 2007

Wenn Jesus sich auf »diese meine Worte« bezieht, spricht er nicht von irgendeinem Gesetz. Er bezieht sich auf das, was er soeben davon gesagt hat, „den Willen meines Vaters“ zu tun (siehe Matthäus 7,21). Und der Wille, das Werk und das Gebot des Vaters ist es, an den Sohn zu glauben, den er gesandt hat (Johannes 6,29. 40; 1. Johannes 3,23).

Siehst du es? Das sind wirklich gute Nachrichten. Du musst dich nicht abmühen und hoffen, dass dein Bestes ausreicht (das tut es nicht). Du musst einfach darauf vertrauen, dass alles, was zu deiner Rettung und Heiligung nötig war, durch Gottes Sohn – Gott selbst – vollbracht wurde.

Wer ist der Narr?

Ein törichter Mensch ist derjenige, der vom Willen Gottes hört, aber nicht danach handelt. Er hört die frohe Botschaft der Gnade, doch er glaubt ihr nicht. Anstatt auf das am Kreuz vollbrachte Werk zu vertrauen, baut er auf seine eigenen Werke. Und deshalb fällt er.

Ein weiser Mensch baut auf Jesus, den gerechten Felsen, aber ein törichter Mensch baut auf den Treibsand der Selbstgerechtigkeit. Er weigert sich, den Segen anzunehmen, der ihm frei zuteilwird (Epheser 1,3), und schuftet sich ab, Gottes Annahme, das Heil und seine Gunst zu verdienen.

Niemand möchte als Dummkopf dastehen. Wir alle sehnen uns nach Weisheit, und Jesus zeigt uns, wie wir sie erlangen können. „Wenn du weise sein willst, dann tue Gottes Willen.“

Mit anderen Worten: Höre die gute Nachricht nicht nur, sondern vertraue ihr auch.

Wie die Juden, die die Bergpredigt hörten, haben viele von uns gehört, dass wir Gott unseren Wert durch Taten beweisen müssen. Doch die einzige Tat, die Gott von uns erwartet – die Tat, die unseren Glauben begleitet –, ist der Glaube an seinen Sohn.

Jesus antwortete ihnen: »Das eine Werk, das Gottes Willen ganz und gar entspricht, ist: dem zu vertrauen, den er, Gott, in die Welt gesandt hat.«
Johannes 6,29; Das Buch, 2022
Weise oder töricht – was bist du?

Diese Woche habe ich etwas auf Facebook gepostet. Das erwies sich als weitaus kontroverser, als ich es mir vorgestellt hatte: „Was ist das Werk Gottes? Ganz einfach – an Jesus glauben.“

  • Ich. Werd. Verrückt.

Mehr als 20.000 Menschen sahen diesen Beitrag, und den wütenden Kommentaren nach zu urteilen, glaubten viele nicht, dass der Glaube an Jesus das ist, was Gott von ihnen erwartet. „Oh nein“, sagten sie. „Glauben ist nur der Anfang. Wir müssen auch Buße tun, unsere Sünden bekennen, uns täglich selbstlos verhalten, unsere Nächsten lieben, den Zehnten geben, die Gebote halten, uns Gott ergeben, regelmäßig beten und all die anderen Dinge tun, die in der Bibel stehen.“

Da frage ich mich, wie sie wohl auf Jesus reagiert hätten, als er die berühmten Worte aus Johannes 3,16 sprach: „Wer an ihn glaubt, wird nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben.“

Um es klarzustellen: Ein törichter Mensch ist jemand, der entweder nicht glaubt oder glaubt, dass »zu glauben« allein nicht ausreicht– was so viel heißt wie: Er glaubt nicht.

  • Ein törichter Mensch arbeitet, weil er Jesus’ Werk nicht gesehen hat.
  • Ein törichter Mensch fürchtet, dass seine Versäumnisse bei Jesus’ Wiederkunft ans Licht kommen werden.
  • Ein törichter Mensch hat keinen Frieden und keine Zuversicht, weil er nicht nach Gottes Willen lebt.

Im Gegensatz dazu vertraut ein weiser Mensch. Das bedeutet, er müht sich nicht ab und strebt nicht danach, sich selbst zu retten oder heilig zu werden. Ein weiser Mensch glaubt, das heißt, er ist zur Ruhe gekommen und weiß sich geborgen. Ein weiser Mensch ist voller Zuversicht und freut sich auf den Tag, an dem Jesus wiederkommen wird.

Der Dummkopf vertraut auf seine eigenen Werke, der Weise aber vertraut auf das von Jesus vollbrachte Werk.