„Diese meine Worte“ – Was bedeutet Matthäus 7,24?

Quelle: https://escapetoreality.org/2026/05/28/these-words-of-mine-what-does-matthew-724-mean/
Matthäus 7,24 erklärt

Kinder und Jugendliche hören manchmal Dinge, die nicht stimmen. „Wenn es niemandem schadet, mach es.“ „Wenn du nicht erwischt wirst, ist es nicht wirklich falsch.“ „Wenn du nicht viele Likes bekommst, bist du uncool.“

Wenn eines meiner Kinder einen schlechten Ratschlag wiederholt, den es aufgeschnappt hat, sage ich normalerweise: „Hat Papa dir das gesagt?“ Denn nein, Papa würde ihnen niemals raten, etwas Gefährliches, Verrücktes oder Dummes zu tun.

Ich möchte, dass sie wissen, dass Papa weise ist. Papa liebt euch. Du kannst dem vertrauen, was Papa sagt, mehr als dem, was man irgendwo in einem Forum liest.

Was mich zu Folgendem führt:

Jeder, der diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.
Matthäus 7,24; Einheitsübersetzung, 2016

Klingt einfach, oder? Befolge Jesu Worte, und du wirst sicher sein wie ein Haus. Du wirst ewig geborgen sein und auch den Stürmen trotzen.

Nur ist es nicht so einfach, weil sich die Menschen nicht einigen können, was Jesus sagte.

Moses Worte und Jesus’ Worte

Was hat Jesus gesagt? Was sind „diese meine Worte“? Deine Antwort auf diese Frage hängt davon ab, unter welchem ​​Bund du lebst.

Wenn du als Jude Jesu Bergpredigt gehört hättest, hättest du vielleicht gedacht: „Diese meine Worte“ sind die Bergpredigt. Das heißt, „diese Worte“ sind die Gesetze, die Jesus gerade dargelegt hat. Zum Beispiel:

Ihr wisst, dass es heißt: ›Du sollst nicht die Ehe brechen!‹ Ich aber sage euch: Jeder, der eine Frau mit begehrlichem Blick ansieht, hat damit in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.
Matthäus 5,27–28; Neue Genfer Übersetzung, 2011

Hier haben wir Moses Worte („Ihr habt gehört, dass gesagt wurde“), gefolgt von Jesus’ Worten („Ich aber sage euch“). Wärst du Jude gewesen, hättest du keinen Zweifel daran gehabt, dass Jesus ein strenges, neues Gesetz verkündete. Du wärst sogar schockiert gewesen, denn kein Schriftgelehrter oder Rabbiner hätte es gewagt, dem Gesetz eigene Worte hinzuzufügen. Jesus aber tat es.

Wärst du ein Jude in biblischen Zeiten gewesen, hättest du gut daran getan, Jesus’ Worten zu gehorchen. Warum? Weil du bald erkennen würdest, dass niemand das Gesetz halten kann, das Jesus predigte. Wenn du es versuchen würdest, würdest du scheitern und dann würdest du deine Bedürftigkeit nach Gnade erkennen.

Leider glauben manche Menschen heute, die Bergpredigt sei für sie geschrieben worden. Sie beharren darauf: „Wir müssen alles tun, was Jesus gesagt hat, um für das Himmelreich würdig zu sein.“ Worauf Jesus antwortet:

Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Reich der Himmel eingehen!
Matthäus 5,20; Schlachter Bibel, 2000

Wer sich ehrlich bemüht, nach dem Gesetz zu leben, wird durch diesen Vers zu Fall gebracht werden. Du magst das Gesetz besser befolgen als die meisten, aber ich garantiere dir, dass du nicht mit Sam, dem Schriftgelehrten, oder Phil, dem Pharisäer, mithalten kannst. Diese beiden waren absolute Profis!

Die gute Nachricht ist aber, dass wir nicht unter dem mosaischen Gesetz leben. Wir leben unter der Gnade.

Was sind Jesus’ Worte?

„Diese meine Worte“ beziehen sich nicht auf die gesamte Predigt Jesu, sondern auf die Worte, die er soeben gesprochen hat:

Längst nicht alle, die mich mit feierlichen Worten anrufen und ›Herr, Herr!‹ sagen, werden Anteil haben an der neuen Wirklichkeit Gottes. Aber wer den Willen meines Vaters, der über allem thront, tut, der wird erleben, wie Gottes gute Herrschaft anbricht.
Matthäus 7,21; Das Buch, 2022

Wenn Jesus sagt: „Tut diese meine Worte“, meint er: „Tut den Willen meines Vaters.“ Das ist der Kontext. Vers 24 folgt unmittelbar auf die Verse 21, 22 und 23, in denen Jesus über Menschen spricht, die den Willen seines Vaters nicht getan haben.

Verstehst du? Jesus spricht nicht von den Worten des Mose oder vom Einhalten des Gesetzes. Er sagt, dass diejenigen, die den Willen seines Vaters nicht tun, weggeschickt werden.

Und was ist der Wille des Vaters? Es ist, dass wir an den Sohn glauben, den er gesandt hat:

Denn mein Vater will, dass alle, die seinen Sohn sehen und an ihn glauben, das ewige Leben haben – und dass ich sie am letzten Tag auferwecke
Johannes 6,40; Neues Leben. Die Bibel, 2024

Tatsächlich ist das nicht nur Gottes Wille, sondern auch sein Gebot

Und das ist sein Gebot, dass wir unser Vertrauen auf den Namen seines Sohnes setzen, auf ihn selbst, Jesus, den Messias,
1. Johannes 3,23; Das Buch, 2022

Viele Gläubige hören zwei Botschaften. Sie hören, dass sie aus Gnade gerettet sind, aber sie hören auch: „Ihr müsst alles befolgen, was Jesus gesagt hat.“ Da Jesus manchmal denen, die unter dem Gesetz lebten, das Gesetz predigte, führt dies zu Verwirrung und Unsicherheit.

Jesus nennt uns keine lange Liste von Bedingungen für den Eintritt ins Himmelreich. Stattdessen ruft er uns zur Umkehr auf und dazu, die gute Nachricht zu glauben, dass er der vom Vater gesandte Sohn ist, der uns retten soll.

Die Welt ist voller Lügen, aber Jesus spricht eine Wahrheit, auf die man sich verlassen kann.

Wenn du ihm vertraust, kannst du sicher sein, dass du auch in stürmischen Zeiten standhalten wirst. Und wenn du in seiner Gerechtigkeit ruhst, kannst du gewiss sein, dass deine Gerechtigkeit die selbst erarbeitete Gerechtigkeit der Schriftgelehrten und Pharisäer bei Weitem übertrifft.

Und wenn jemand sagt: „Ihr müsst tun, was Jesus geboten hat“, könnt ihr antworten: „Gottes Wille und Gebot ist, dass wir an seinen Sohn glauben.“

Punkt. Aus. So ist es.