Bist du lauwarm?

Hast du den Test gemacht? Dann lies weiter.
Lauwarm ist das, was man bekommt, wenn man heiß mit kalt mischt.
Es vermischt Gottes weißglühende Liebe mit den eiskalten Geboten der Bibel. Es vermischt den neuen und ewigen Bund der Gnade mit dem überholten Bund des Gesetzes.
Bist du lauwarm?
Du könntest es sein, wenn du eine der Fragen mit »richtig« beantwortet hast.
Das Gesetz ist dazu gedacht, dich zu Jesus zu führen, damit du durch dein Vertrauen gerechtfertigt wirst (Gal 3,24). Wenn du Jesus hast, brauchst du das Gesetz nicht.
Du brauchst das Gesetz nicht, damit es dich führt, dich lehrt oder dir zeigt, wie du leben sollst, denn mit dem Heiligen Geist hast du einen viel besseren Lehrer. Jesus sagte, dass der Geist dich alles lehren wird (Johannes 14,26), sodass nichts übrig bleibt, was du aus dem Gesetz lernen könntest.
Du bist dem Gesetz gestorben, um einem anderen zu gehören (Röm 7,4). Wie Paulus in Römer 7 sagt, bedeutet es, Jesus zu betrügen, wenn du zu deinem alten Ehemann [dem Gesetz] zurückläufst. Es ist geistlicher Ehebruch, der dich lauwarm werden und aus der Gnade fallen lässt.
Eine Denkweise, die im »Alten Bund« verwurzelt ist, ist auf Sünde ausgerichtet, aber der »Neue Bund« ist auf den Sohn ausgerichtet. Unter dem »Alten Bund« musste man vor der Sünde davonlaufen, der Sünde widerstehen, für die Sünde bezahlen, sich von der Sünde abwenden, die Sünde bekennen und die Sünde im Auge behalten. Aber am Kreuz hat Jesus alle Sünde beseitigt (1. Johannes 2,2).
Wegen Jesus ist die Sünde nicht mehr das Problem.
„Aber ich kann diese Sünde nicht loswerden.“ Ein lauwarmer Gläubiger wird niemals einen dauerhaften Sieg über die Sünde haben, weil er selbst versucht, das zu erreichen, was Jesus getan hat. So ein Mensch handelt im Unglauben und wandelt in der kümmerlichen Kraft des Fleisches.
Kämpfst du mit der Sünde? Richte deine Augen auf Jesus, der dir seine Gerechtigkeit anbietet und der dich befähigt, hinzugehen und nicht mehr zu sündigen. Sag nicht nein zur Sünde, sag ja zu Jesus!
Der »Alte Bund« war gekennzeichnet durch sich ständig wiederholende Opfer, die aber nicht dazu taugten, die Sünde zu beseitigen. Der »Neue Bund« zeichnet sich durch Jesus’ vollkommenes Opfer aus, das die Sünde ein für allemal aus der Welt geschafft hat (Hebräer 9,26).
Eine Denkweise im »Alten Bund« besagt, dass du dein gottgegebenes Verlangen verleugnen musst; du musst jemand sein, der du nicht bist; du musst täglich sterben. Aber der »Neue Bund« erklärt, dass Jesus für alle gestorben ist.
Eine lauwarme Denkweise sagt: „Ich muss Opfer bringen“, und offenbart damit den Unglauben an das vollkommen vollendete Werk auf Golgatha. „Gott wird mich nicht segnen, wenn ich nicht …“ Stimmt nicht. Gott hat dich bereits mit allen geistlichen Segnungen in Jesus gesegnet (Epheser 1,3).
Die vom »Neuen Bund« getragene Denkweise sagt: „Schau auf Jesus! „Sein vollkommenes Opfer bedarf keiner Wiederholung.“
Der laue Gläubige sagt: „Ich bin durch Gnade gerettet, aber geheiligt durch das Streben nach Heiligkeit. Gott tut so, als wäre ich schon heilig, aber in Wirklichkeit geschieht das nach und nach.“ Doch die Bibel sagt, dass du geheiligt wurdest und heilig bist (1 Korinther 6,11; Hebräer 10,14).
Du bist so heilig wie Jesus.
Unter dem »Alten Bund« musstest du selbst etwas tun, um heilig zu werden, aber im »Neuen Bund« gibt es nur einen Schritt, und das ist Jesus. Er ist deine Heiligkeit von Gott (1. Korinther 1,30). Du bist ein heiliger Tempel des Heiligen Geistes (1. Korinther 6,19).
Heiligkeit ist nicht etwas, das man anstrebt, sondern etwas, das man hervortreten lässt. Die Bibel ermahnt uns, „heilig zu sein“, was bedeutet, dass du der heilige Heilige sein sollst, der du bereits bist. Lebe aus deiner wahren Identität heraus, die du in Jesus hast, anstatt aus einer falschen, »halb-bin-ich-heilig-halb-versuche-ich-heilig-zu-werden«-Karikatur, die von Menschen erfunden wurde.
„Herr, ich verspreche, dass ich das nie wieder tun werde.“ Woher willst du wissen, dass du es nicht mehr tun wirst? Warum prahlst du vor Gott mit deinen Fähigkeiten? Wer sich rühmen will, rühme sich des Herrn.
Der »Alte Bund« begann damit, dass die Israeliten Gott Versprechungen machten (2. Mose 19,8) und sie brachen jedes einzelne. Im Gegensatz dazu steht der »Neue Bund« auf dem Fundament der besseren Zusagen, die Gott uns gegeben hat (Hebräer 8,6), und er wird sein Wort niemals brechen.
Das Gesetz verurteilt (2 Korinther 3,9), aber es gibt keine Verurteilung für die, die in Jesus sind (Römer 8,1). Ein todsicheres Zeichen für eine gespaltene Gesinnung ist ein allgegenwärtiges Gefühl der Wertlosigkeit. „Sieh mich an, ich bin so unwürdig.“
Hör auf, über dich selbst nachzudenken. Hör auf, auf Botschaften zu hören, die sich auf dich und deine Unzulänglichkeiten konzentrieren, und richte deine Augen auf Jesus und seine alles überragenden Vollkommenheiten. Wir werden nicht durch Fehlersuche und Nabelschau verändert. Wir werden verwandelt, wenn wir auf Jesus schauen.
„Ich bin nur ein demütiger Türhüter, der in den Höfen des Herrn dient.“ Nur, dass du das nicht bist. Du bist ein innig geliebtes Kind deines Vaters.
Warum solltest du dich mit dem Diener des »Alten Bundes« zufriedengeben, wenn dir die intime Nähe des »Neuen Bundes« angeboten wird? Entferne dich nicht vom Herrn. Höre auf Jesus, der gekommen ist, um uns einen Gott zu offenbaren, der uns wie ein Vater liebt.
Ein lauwarmer Christ hat eine verworrene Identität. Wenn er sündigt, kommt er zurückgekrochen mit dem Spruch: „Mach mich zu einem deiner Tagelöhner“ (Lukas 15,19). Dein Vater interessiert sich nicht für diese Floskel! Er wünscht sich Kinder, keine Diener.
Wir haben uns sieben Merkmale eines lauwarmen Lebens angeschaut und es gibt noch viele weitere. Aber das Heilmittel gegen Lauheit ist einfach: Höre auf, heiß und kalt zu mischen.
Wenn du auf deine eigene Gerechtigkeit vertraust, dann bade dich in dem kalten, harten Gesetz, das Jesus gepredigt hat. Öffne den kalten Wasserhahn ganz, und das wird deine vergeblichen Versuche, richtig zu leben, ertränken. Das kalte Gesetz offenbart dein verzweifeltes Bedürfnis nach Gottes Gnade.
Wenn du Gnade bevorzugst – was die bessere Wahl ist –, höre auf, Bündnisse zu vermischen.
Drehe diesen Wasserhahn zu und berühre ihn nie wieder. Höre auf, auf verwirrende Botschaften zu hören, die Gnade mit Gesetz vermischen. Anstatt in den Tümpeln der lauen Mischung zu planschen, fange an, im weiten Ozean der Liebe deines Vaters zu schwimmen.
Mache „Jesus allein“ zu deiner unvermischten Lehre und wachse in der Gnade und Erkenntnis von Jesus. Erlaube dem Heiligen Geist, dir deine von Jesus gegebene Identität zu offenbaren. Erinnere dich täglich daran: „Ich bin in Jesus Gottes Gerechtigkeit. Ich bin das geliebte Kind meines Vaters.“
Bleibe in seiner Liebe, und du wirst nicht mehr hin- und hergeworfen von jeder schmutzigen und verworrenen Lehre.
